Im Juni 1997 wurde ich im Rahmen der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz zum Jugendpfarrer der Evangelischen Jugend Österreich gewählt. Nach fast 30 Jahren Unterbrechung ist damit in der Evangelischen Kirche die Stelle des Jugendpfarrers wieder besetzt worden.
Als Jugendpfarrer war ich seit 1997 Vertreter der Evangelischen Jugend A.B. im Ökume-nischen Jugendrat. Im Jahr 1998 hat der ÖJR sein 40jähriges Bestehen mit einer großen Festveranstaltung gefeiert. Im selben Jahr habe ich den Vorsitz von Lauri Hätönen (Evangelische Jugend H.B.) übernommen.
Im November 1999 veranstaltete der ÖJR eine ökumenische Jugend Late Night im Rahmen des Christentages 99. Für das Jahr 2000 wurde der Schwerpunkt Eucharistie/Abendmahl gesetzt, der sich in inhaltlicher Auseinandersetzung mit den Positionen der verschiedenen Konfessionen beschäftigte. Der Versuch, eine ökumenische Liturgie zu erarbeiten und auch eine gemeinsame ökumenische Eucharistie-/Abendmahlfeier zu veranstalten, scheiterte jedoch.
Intern gab es Überlegungen, eine Kinderabteilung innerhalb des ÖJR zu etablieren, in der VertreterInnen jener Organisationen, die nicht so sehr im Jugend- sondern vor allem (auch) im Kinderbereich tätig sind, eigene Schwerpunkte setzen und Veranstaltungen sowie Projekte durchführen können.
Auf internationaler Ebene fand im Jahr 1999 die Übersiedlung des Sitzes des Europäischen Ökumenischen Jugendrates (EYCE) von Helsinki nach Brüssel statt, im Jahr 2000 war der ÖJR für die Durchführung des Bodenseetreffens des EYCE verantwortlich, das im September 2000 auf Burg Finstergrün stattfand.
Mit Jahresende 2000 bin ich aus dem ÖJR ausgeschieden. Es waren für mich zwei interessante und lehrreiche Jahre als Vorsitzender des ÖJR. Und auch wenn manches nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe, war es doch eine spannende und schöne Zeit.
Im Mai 2001 habe ich aus persönlichen Gründen mein Amt als Jugendpfarrer der Evangelischen Kirche zurückgelegt und bin aus dem kirchlichen Dienst ausgeschieden - meine Ehe hat den hohen zeitlichen Belastungen als Jugendpfarrer für Österreich nicht standgehalten. Nach meiner Scheidung habe ich vier Jahre lang im Österreichischen Integrationsfonds - einer Flüchtlingshilfsorganisation, gearbeitet.
Mit September 2005 hat sich in meinem Leben wieder sehr viel verändert. Seit 1. September 2005 arbeite ich auf der Medizinischen Universität Wien, und am 17. September fand meine Hochzeit mit Dagmar statt.
Meine Verbindung zum ÖJR? Unsere Trauung hat mein Nachfolger als Vorsitzender des ÖJR, Lektor DSA Michael Bödy Kamauf, Vertreter der Evangelischen Jugend A.B. im Ökumenischen Jugendrat durchgeführt, mein Vorgänger als Vorsitzender des ÖJR, Lauri Hätönen (Evangelische Jugend H.B.), zählt zu meinen alten Freunden, und meinen Nationalkorrespondenten Michi Strasser (AKJU) treffe ich regelmäßig beim Mittagessen in der Mensa
Stand April 2006