Matthäus 4, 1-11
1. Fastensonntag, 13.3.2011
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Der Fasching ist vorbei und am Tag danach beginnt gleich die Fastenzeit. Vom Kostümfest oder Faschingsumzug geht es – vielleicht noch mit dem Geschmack von Vanillezucker und Marillenmarmelade – ab in den Aschermittwoch.
Für mich ist zumindest der Anfang der Fastenzeit immer sehr wohltuend. Nach all dem Trubel tut mir ein bisschen Ruhe gut.
Auch bei Jesus war es vor dem Wüstenerlebnis laut geworden. Bei seiner Taufe durch Johannes den Täufer waren viele Menschen anwesend und er wäre heute vermutlich auf allen Titelseiten der Zeitungen.
Auch wenn wir heute nicht so fasten wie es Jesus damals getan hat, so könnte die Fastenzeit auch eine Chance sein unseren heutigen Versuchungen auf den Grund zu gehen.
Jesus ging gestärkt aus der Versuchung heraus. Der Teufel konnte ihn nicht für sich gewinnen. Und vermutlich wusste dies der Heilige Geist schon, bevor er Jesus in die Wüste führte. Auch wir können darauf vertrauen, dass wir in schwierigen Zeiten auf Gott vertrauen können und dann durch ihn gestärkt werden.
Heute gibt es viele Versuchungen. Welche sind für euch die größten? Gestaltet dazu eine Plakatdiskussion. D.h. dass jeder etwas aufschreiben kann und die anderen dann durch z.B. Rufzeichen, Unterstreichungen oder geschriebenen Anmerkungen ihre Meinung zum Geschriebenen abgeben können. Zum Schuss könnten ihr auch noch eine Reihung versuchen ...
Wüstenzeiten sind Zeiten in denen man alleine ist und viel Zeit zum Nachdenken hat. Nimm dir in den folgenden Wochen immer wieder Zeit für Dich – am besten immer zur gleichen Zeit. In dieser Zeit kannst du entweder einen Text lesen und dir Gedanken darüber machen oder einfach nur an einem Ort sein (am besten in der Natur) und warten was auf dich zukommt. Für alle, denen das zu wenig intensiv ist: in verschiedenen Orten werden auch Wüstentage, Einkehrzeiten, Exerzitien oder Tage der Stille angeboten.
Sylvia Lang von der Katholischen Jugend ist kaufmännische Angestellte und studiert Betriebswirtschaft in Wien.