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Bibel-Klick

Bibelstelle

Matthäus 13, 1-23
Sonntag, 13.7.2008
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Gedanken zum Text

Wer Augen hat, lese!

Man kann die Bibel zwar ohne Glauben lesen, aber man kann den christlichen Glauben nicht ohne Bibel leben. Die Bibel ohne Glauben ist ein guter Ratgeber, doch mir wäre das nicht ausreichend. Gerade an dieser Bibelstelle ist das gut erkennbar.

Wir haben hier ein Gleichnis, das jede(r) versteht, der/die schon einmal Samen angepflanzt hat - also Gärtner(innen)erfahrungen in der Bibel. Das Verhalten bzw. Wachsen der Saat auf verschiedenen Böden wird erklärt. Toll, aber würde ich dieses Buch deswegen wirklich lesen? Es bezieht sich doch nur auf eine gewisse Samenart.

Für mich erhält diese Bibelstelle genau hier ihre Würze, wenn ich den Glauben einsetze. Ich kann viele gute Dinge tun, zu denen viele verschiedene Menschen mit vielen verschiedenen Glaubensüberzeugungen kommen. Wer wird die Botschaft verstehen, wer wird die Botschaft erzählen, wer wird die Botschaft fühlen und wer wird sich von ihr anstecken und sie wachsen lassen?

Ich bin guter Boden, wenn ich uneigennützig und ganz selbstverständlich anderen ein Strahlen in die Augen zaubere und mich dann wundere, wie ich das gemacht habe. Ich bin felsiger Boden, wenn mein hartnäckiger Stolz mich von meinem Ziel entfernt. Ich bin guter Boden für Unkraut, wenn ich mich dazu hinreißen lasse, über andere Menschen zu reden, vielleicht auch manchmal zu urteilen.

Es gibt einfach Momente in unserem Leben da tut man einfach, ohne darüber nachzudenken, wie, was, wer, wann ... ? Wir tun einfach. Und auch wenn es nicht das Himmelreich ist, das uns in der Nähe Gottes erwartet, so können wir doch staunen, was mit der Hilfe Gottes in unserem jetzigen Leben möglich sein kann. Denn im Grunde steckt in uns allen guter und fruchtbarer Boden.

Methodisch-didaktische Hinweise

Mit Kindern einen Garten mit den verschieden Böden in einem oder mehreren Gefäßen anlegen. Mit den Kindern darüber sprechen, wann sie guter Boden sind und schlechter. Was bin ich, wenn ich meine Hausaufgaben nicht mache oder die Eltern ärgere? Hat das damit etwas zu tun?

Oder die Ecken im Raum als die verschiedenen Böden bezeichnen und die Kinder sollen sich selbst einteilen und sagen warum. (Nur wenn sich die Kinder besser kennen)

Mit Jugendlichen einen Gottesdienst zum Thema: Gemeinde gestalten. Herausfordernd fragen: »Was kann ich als Gemeindemitglied einbringen und fruchtbarer Boden zu sein, bzw. wann bin ich felsiger oder Unkraut fördernder.«

Vielleicht auf eine Thomasmesse mit den verschiedenen Böden als Stationen:

Unkraut - Sünde auf ein Papier schreiben, zu einem Röllchen zusammen wuseln und in einen Steinhaufen stecken - damit es nicht weiter wachsen kann.

felsiger Boden - schwierige Wege auf denen gegangen wurde oder gegangen wird, mit Gegenständen auf einer großen Fläche sichtbar machen. Jeder legt seinen Weg und wenn man ihn sieht, verliert er vielleicht seinen Schrecken.

guter Boden - bei dieser Station kann ich entspannen, ich kann Platz nehmen und ein Stück Schokolade genießen. Dabei kann ich einen guten Wunsch aufschreiben und mir einen anderen guten Wunsch nehmen. Wenn ich diese Station verlasse, zünde ich ein Teelicht an und stelle es in die Mitte.

Autorin

Ines Hauser von der Evangelischen Jugend A.B. ist Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Österreichs.

8.7.2008nach oben