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Matthäus 11, 2-11
Dritter Adventsonntag, 12.12.2004
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Im (katholischen) Lesezyklus wird die zweite Adventwoche (mit dem dritten Adventsonntag) ihm gewidmet: Johannes dem Täufer: Verwandter Jesu, Wegbereiter Jesu, Märtyrer, Bußprediger, Asket, Täufer Jesu, letzter großer Prophet der biblischen Tradition, ...
Viele Erzählungen fallen mir zu Johannes ein - unter anderem auch die Taufe Jesu. Damals (Mt 3, 13-17) ist sich Johannes zu unwürdig Jesu zu taufen. Nach der Taufe kommt dann sogar die Stimme aus dem Himmel: »Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe«. Und dennoch lässt Johannes jetzt aus dem Gefängnis heraus fragen, ob Jesus der ist, auf den sie so lange gewartet haben.
Irgendwie verwirrt mich das ein bisschen! Zuerst hat er ganz fest an Jesu geglaubt und ihn anerkannt und jetzt diese Frage.
Aber Jesus gibt ihm eine eindeutige Antwort. Er verweist Johannes auf die alttestamentlichen Schrifttexte wie z.B. Blinde sehen wieder - Jes 29, 18. Durch diese Zeichen wird sichtbar, um wen es sich bei Jesus handelt.
Niemand kann uns den eindeutigen Beweis liefern, dass Jesus der Messias ist/war. Aber dennoch glauben wir daran. Wir glauben ohne zu sehen. Was wollten wir denn auch sehen? Glauben ist keine rationale Angelegenheit sondern eine Stimmung, ein Gefühl, Wissen ohne es begründen zu können.
Auf wen warten wir? Auf den Retter, den Erlöser, den Helden? Wie werden wir ihn erkennen?
Sicher ist nur, dass uns ein Kind geschenkt werden wird - ein hilfloses, zartes Kind.
Sylvia Berger ist ehrenamtliche Mitarbeiterin der Katholischen Jugend Österreich.