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Lukas 21, 5-19
Sonntag, 14. November 2010
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Gedanken zum Text

Leicht zu verdauen ist diese Zukunftsvorhersage nicht: Hungersnot, Krieg, Gefängnis, eventuell sogar der Tod ... und zum Schluss dieser Stelle dann doch der positive Ausblick auf »das Leben.«

Heute in der Früh im Radio war für mein Horoskop der Hinweis, dass man sein Leben durchleuchten soll und sich wieder auf die eigenen Ziele und Werte besinnen soll. Eigentlich glaube ich ja nicht an Horoskope, aber diese Aufgabe finde ich dann doch nicht schlecht. Und vielleicht sollte ich nicht erst bis zur Adventzeit warten.

Aber eigentlich brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Genau so dachten wohl damals auch die Juden, die sich auf ihren Bund mit Gott verlassen haben. Wer brav nach den Geboten lebt, dem wird nichts passieren. Und dennoch heißt es, dass der Tempel – also das Heiligtum, quasi die Gegenwart Gottes – niedergerissen wird.

Oder reicht dieses brave Leben doch noch nicht? Muss ich mich geißeln, auf alle Annehmlichkeiten verzichten, damit ich nicht verführt werden kann?

Ich hoffe, dass dies nicht nötig ist. »Zeugnis ablegen« kann man auch in weniger radikaler Form. Heute als Christ(in) in unserer Gesellschaft in Erscheinung zu treten, bedeutet anders zu sein als viele. Wir werden zwar in Österreich nicht getötet, aber schief anschauen muss man sich schon manchmal lassen. Aber dann ist Gott bei uns und lässt uns nicht alleine.

Wenn ich mein Leben mit Gott aufbaue, kann ich mir sicher sein, dass ich nicht alleine bin. Und wenn wir unser Leben nicht nach irgendwelchen Werten und Geboten sondern nach Jesus Christus selbst ausrichten, dann wird er uns das Leben schenken – selbst nach dem Tod.

Methodisch-didaktische Hinweise

Autorin

Sylvia Lang von der Katholischen Jugend ist kaufmännisch Angestellte und studiert Betriebswirtschaft in Wien.

12.11.2010nach oben