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Lukas 1, 1-4.4, 14-21
Sonntag, 21. Jänner 2007
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Gedanken zum Text

Überall wird uns gesagt, dass Gott uns liebt, dass er uns seinen Sohn geschickt hat, damit unsere Schuld vergeben ist. Damit geht für uns ein Traum in Erfüllung, wir sind erlöst ...

Ja, denn wenn wir in den Alltag hineinschauen, gibt es diese perfekten Momente, in denen wir nicht nachdenken, sondern einfach in Vertrauen handeln. Auch wenn wir es mit wildfremden Personen zu tun haben.

Ein Beispiel für alle Autofahrer:
Du fährst in eine unübersichtlichen Kreuzung ein. Der Autofahrer gegenüber sieht besser und gibt dir das Zeichen zum Fahren. Und du fährst oder? Ohne nachzudenken, ohne darüber nachzudenken, dass dieser Fahrer dich auch in den Tod schicken könnte.

In diesem Moment gleicht er eher einem Engel, der dir in einer stressigen Situation zur Seite steht.

Lukas steht dem Theophilus zu Seite indem er noch einmal alle Berichte und Geschichten, die er von Jesus vorliegen hat, überprüft und zusammenfasst. Anscheinend ist Lukas für den Theophilus eine ernstzunehmende Persönlichkeit, der man vertrauen kann.

Und Lukas beginnt mit einer wunderbaren Geschichte. Einer Geschichte in der ein Mensch zweifelt, obwohl er einen Engel vor sich hat. Zacharias zweifelt nicht an der Existenz und der Echtheit des Engels Gabriel, nein, er zweifelt an seiner frohen Botschaft. So wie anscheinend auch Theophilus an der frohen Botschaft zweifelt. Und auch wir zweifeln, wenn wir die Bibel lesen oder manche Geschichten hören, an der frohen Botschaft, die uns die Freiheit schenkt. Und sie macht uns sprachlos, diese Unendlichkeit der Liebe Gottes, denn egal welches Wort man dafür einsetzt, es fehlt immer noch etwas. Und weil wir dieses Unglaubliche nicht glauben, erzählen wir es auch nicht weiter. Wir schweigen lieber. Zacharias hätte von seinem Glück sicher gerne erzählt, aber er konnte nicht. Er hat sein Glück begriffen, wir leider nicht bzw. nicht immer.

Die Zeitungen, die Nachrichten und die Filme erzählen keine frohen Botschaften mehr, außer es handelt sich um Glück in einer Katastrophe. Die Werbung stellt klar, dass die Sicherheit im Leben nur durch ein bestimmtes Auto gegeben ist und es nur super ist, wenn die Preise fallen oder es besondere Angebote gibt. Dabei übersehen wir das beste Angebot, weil dafür kein Platz mehr in der Werbung ist. Auch in den Bücherregalen ist kein Platz mehr dafür, aber hier ist auch kein Platz notwendig. Wichtig ist es im Herzen zu begreifen, dass Gott uns liebt und ein barmherziger Gott ist.

Und gerade das zeigt uns auch das Lukasevangelium wenn wir weiterlesen, denn dann kommen wir zu der Geschichte des barmherzigen Vaters (Lk 15, 11-32).

Methodisch-didaktische Hinweise

Für Kinder im Raum etwas verstecken (Zuckerl, Puzzleteil, ...), dass mit den Namen der einzelnen Kinder versehen ist. Wie bei der »Heimkehr nach Jerusalem« wird Musik gespielt. Solange die Musik läuft, dürfen die Kinder ihr persönlich adressiertes Geschenk suchen. Ist die Musik aus, müssen sie in der Mitte zusammenlaufen. Die Kinder, die etwas gefunden haben, scheiden aus, die anderen müssen so lange suchen, bis sie fündig geworden sind. Die Kinder sollen erkennen, dass für jeden etwas da ist, auch wenn es nicht gleich sichtbar wird.

Für Jugendliche Bibelgeschichten so aufschreiben, dass sie von der Sprache und vom Aussehen her in unsere Zeitungen passen würden. Die Bibelberichte dann mit echten Zeitungsberichten vermischen und die Jugendlichen in zwei Kategorien sortieren lassen. (Ich glaub's und ich glaub's nicht)

Spiel: Wahrheit oder Lüge - Unglaubliche Fragen werden vorgelesen und die Spieler müssen erraten ob es eine Lüge oder die Wahrheit ist.

Autorin

Ines Hauser von der Evangelischen Jugend A.B. ist Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Österreichs.

4.3.2007nach oben