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Bibelstelle

Lukas 12, 13-21
Sonntag, 5. August 2007
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Gedanken zum Text

Zwei Brüder versuchen Jesus als Richter einzusetzen. Jesus klärt den Streit auf seine Weise - er erzählt ihnen ein Gleichnis. Darin geht es darum, dass es völlig egal ist, wie viel Reichtum, Wissen und Ehre wir in unserem irdischen Leben anhäufen. Es kann uns nämlich ersten jederzeit weggenommen werden (vgl. dazu auch den zugeordneten Lesungstext Koh 1, 2; 2, 21-23), und zweitens ist unklar, wie lange wir noch auf Erden sein werden. Da fällt mir dann unweigerlich der Satz ein: »Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter!«

Aber ich denke, dass das auch nicht das ist, was uns diese Bibelstelle zu sagen hat. Immerhin heißt es im letzten Vers, dass man die Schätze nicht nur für sich selbst sammeln soll, sondern vor Gott reich sein soll. Dieses »reich vor Gott« sein, hat nichts mit dem irdischen Reichtum zu tun. Es geht vielmehr darum, was wir für andere tun. Das kann natürlich auch durch Geld passieren, aber wichtig sind die Beweggründe - also das Herz, das dahinter steht.

Einer, der diesen Satz streng befolgt hat, war Franz von Assisi. Gerade auch im Sommer sind Reisen nach Assisi immer ein Renner mit Jugendlichen. Es liegt in Italien, ist aber nicht allzu weit weg (zumindest im Vergleich zu Sizilien). Es ist warm, aber nicht brütend heiß (wobei das mit dem Wetter heuer ja so eine Sache ist). Auf jeden Fall ist es immer eine Reise wert.

Aber jetzt noch einmal kurz zur Person zurück. Er war der Sohn eines reichen Textilfabrikanten, ging zum Militär und starb dort fast. In dieser Situation veränderte er sein Leben ganz. Er lehnte sein Erbe ab und zog sich zurück und kümmerte sich um seine Mitmenschen, wenn sie Hilfe brauchten. Geschichten gibt es viele über ihn und zumindest die, dass er mit Tieren sprechen konnte, kennt fast jede(r). Später schlossen sich ihm Brüder an und mit Klara gab es auch eine Frau, die wie er leben wollte. Auch sie gründete einen eigenen Orden. Wusstest du schon, dass Klara die Schutzpatronin der Fernseher ist?

Methodisch-didaktische Hinweise

Autorin

Sylvia Berger ist ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Katholischen Jugend und Vorsitzende des ÖJR.

25.7.2007nach oben