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Lukas 10, 1-12.17-20
Sonntag, 4. Juli 2004
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Gedanken zum Text

Der Text dieses Sonntagsevangeliums enthält viele Anweisungen Jesu an seine Jünger. Er liest sich fast wie ein Handbuch. Erst nach oftmaligem Lesen, nach Verweilen bei den einzelnen Anweisungen, tun sich die tieferen Schichten auf. In der Dichte des Textes finden sich wesentliche Elemente christlichen Lebens.

Jesus sendet seine Jünger hinaus, gibt ihnen Tipps und Tricks für die Reise. Vieles ist auch heute verständlich: Pack nicht zu viel ein, belaste dich nicht mit unnötigen Dingen, sei dankbar für das, was dir gegeben wird ...

Doch die Reise, auf die die Jünger gehen, ist keine gewöhnliche Reise. Es geht nicht um einen Erholungsurlaub am Strand. Sie gehen hinaus, um den Menschen die Botschaft des Evangeliums zu bringen; von dem zu erzählen, was Jesus ihnen gesagt hat und was sie mit ihm erlebt haben, dass ein neues Reich, ein Reich des Friedens und der Hoffnung angebrochen ist. Worte allein sind aber nicht genug, sind nicht mehr als Vertröstung, diese Botschaft soll ihren Ausdruck in Taten finden.

Hier haben wir drei Dinge, die das Leben im Glauben ausmachen:

Methodisch-didaktische Hinweise

Meditation

  1. Lied: Nada te turbe
  2. Reflexion und Austausch zur Frage: Was macht mir Angst? Was würde ich gerne tun, traue mich aber nicht? (Die Ängste auf einen Zettel schreiben)
  3. Lied: El Senyor auf Deutsch: Meine Hoffnung und meine Freude; während des Liedes werden die Zettel verbrannt
  4. Reflexion und Austausch zur Frage: Was würde ich tun/ausprobieren, wenn ich wüsste, dass mir nichts passieren kann (Die Hoffnungen und Träume werden auf einen vorbereiteten kleinen Regenbogen geschrieben, der mitgenommen werden kann)
  5. Segen:
    Der Herr segne dich;
    er mache dich frei
    von allen inneren und äußeren Zwängen
    von allem »du musst«, »du sollst«,
    von allen Erwartungshaltungen anderer:
    »man tut«, »es wäre gut, wenn ...«
     
    Er gebe dir Mut und Kraft,
    deinen eigenen Weg zu gehen,
    den für dich bestimmten Weg
    zu suchen und zu finden.
     
    Er behüte dich -
    und schütze dich vor allem Unheil.
    Nie sollst du dich verlassen fühlen
    und widrigen Umständen hilflos ausgesetzt sein.
    Er stelle dir jederzeit einen guten Menschen zur Seite.
     
    Er lasse sein Antlitz über dir leuchten,
    sei dir gnädig
    und schenke dir reichlich sein Erbarmen.
    Er schenke dir offene Augen und Ohren,
    auf dass du alle Zeit seine Taten und Wunder erkennst
    in den unscheinbaren Dingen des Alltags.
     
    Er schenke dir Frieden und Heil.
    Lob und Tadel anderer sollen dich
    weder beirren noch verwirren.
    Er schenke dir innere Sicherheit und Zuversicht.
    Ablehnung soll dich nicht erschrecken oder gar betäuben
     
    Angst soll nicht dein ständiger Begleiter sein.
    Er schenke dir jeden Tag ein fröhliches Herz,
    ein Lächeln auf deinen Lippen,
    ein Lachen, das andere mitreißt und frei macht,
    und die Gabe, dich selbst nicht zu ernst zu nehmen
    und auch über dich selbst lachen zu können.
    In dunklen Stunden sende er dir einen Stern,
    der dich leitet;
    in Traurigkeit einen Menschen,
    der dich tröstet.
     
    Er schenke dir genügend Ruhe und Schlaf;
    Herausforderungen sollen auch nicht fehlen,
    zündende Ideen und funkelnde Überraschungen
    gebe er dir als Zutaten.
     
    Mit seinem Segen sei er dir alle Zeit nahe,
    umgebe dich mit seinem Beistand,
    auf dass du wachsen und reifen kannst
    und Deinen Weg findest.
     
    So bewahre dich der Herr, dein Gott,
    der dich ins Leben rief und will,
    dass du lebst und glücklich bist.
     
    Heinz Pangels (01/97 www.heinzpangels.de)
     

Autorin

Clara Ginther schreibt in Freiburg an ihrer Doktorarbeit in r.k. Theologie.

3.7.2007nach oben