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Bibelstelle

Johannes 4, 5-19.25-30.39-42
Sonntag, 27. März 2011
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Gedanken zum Text

Ohne Wasser kein Leben. Zuviel Wasser ist auch nicht gut. Mitunter sogar recht gefährlich, weil es Leben vernichten kann. Also: Menschen brauchen gutes Wasser, frisches, »lebendiges«, kühles Wasser in der richtigen Menge. Quasi Lebensgrundlage – ähnlich für Pflanzen und Tiere.

Aber wir Menschen brauchen noch mehr für ein gutes Leben: gelingende Beziehungen, interessante Herausforderungen, anregende Orientierungen. »Nicht vom Brot allein« lebe der Mensch, heißt es an anderer Stelle der Bibel. Was die Qualität menschlichen Lebens ausmacht ist die Fähigkeit, über sich und über sich hinaus nachdenken zu können. Das führt unweigerlich dazu, dass wir Menschen viele, viele Fragen haben – an die Welt, an das, was passiert, an uns selbst.

Eine Frau und ein Mann begegnen einander am Brunnen. Sie ist eine Hiesige, er ein Reisender. Indem sie Kontakt aufnehmen, sprudeln die Fragen wie »lebendiges Wasser«: Wer bist du? Was will ein Mann von einer Frau? Warum spricht ein Jude mit einer Samariterin? Warum soll ich dir zu trinken geben? Warum interessierst du dich für mich? Wieso willst du etwas über meinen Gott wissen? Was wird aus dieser Begegnung?

Man kann sich gut vorstellen, wie die beiden angeregt miteinander reden, vielleicht rote Wangen bekommen, weil sie sich ereifern, wie die Zeit im Flug vergeht und wie umstehende Leute den Kopf schütteln.

Obwohl einander fremd, trotz gesellschaftlich-religiöser Ächtung, gegen alle Regeln des Umgangs zwischen Männern und Frauen: Nur so kann »lebendiges Wasser« wirklich fließen. Nur so kann Gott zwischen uns Menschen treten: wenn wir einander angstfrei, auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt begegnen. Ein Bild, das andere ansteckt, denn sie kommen hergelaufen und wissen: Da wird gerade die Welt gerettet!

Methodisch-didaktische Hinweise

(für die Arbeit in der Kindergruppe)

Die Bibelstelle wird hier in einer eigenen Kurzfassung vorgeschlagen, die besonders auf das Verständnis von Kindern Rücksicht nimmt. Bitte das bei der konkreten Gottesdienstgestaltung zu berücksichtigen!

Es sprudelt nur so!

1. Schritt: Sprudelndes Wasser

Die Mädchen und Buben erkunden das Phänomen. Am besten im Freien z.B. mit einem Gartenschlauch oder im Zuge eines Ausflugs an einem Bach oder einer Quelle. Dabei wird mit Wasser experimentiert, es wird gerochen, gefühlt und geschmeckt – und die Gruppe wird aufgefordert, möglichst viele passende Eigenschaften zu nennen, die sie mit diesem sprudelnden Wasser in Verbindung bringen. Diese Eigenschaften werden auf Kärtchen notiert und mitgenommen.

2. Schritt: Sprudelnde Beziehung

Wieder im Gruppenraum werden die Mädchen und Buben zu einer Plakatarbeit eingeladen. Auf einem großen Bogen Packpapier werden die Umrisse von einem Mann/Buben und einer Frau/Mädchen gezeichnet.

Das kann auch so gemacht werden, dass sich jeweils ein Bub und Mädchen aus der Gruppe auf das Packpapier legen und die anderen Kinder ihren/seinen Körperumriss auf das Papier nachzeichnen.

Dann werden die Kärtchen mit den Eigenschaftsbezeichnungen von der Wassererkundung (s. 1.Schritt) auf das Plakat gelegt.

Jetzt werden die Mädchen und Buben aufgefordert, Übersetzungsarbeit zu leisten:

Die entsprechenden Eigenschaftswörter werden auf das Plakat zwischen die beiden Körperumrisse geschrieben.

Zum Abschluss (wenn die Gruppe noch Lust darauf hat) kann das ganze Plakat noch mit sprudelndem Wasser geschmückt werden.

Autor

Otto Kromer ist Bildungsreferent der Katholischen Jungschar Österreichs.

22.3.2011nach oben